Fünf Anbieter, fünf Webseiten, fünf Preisverzeichnisse – und überall steht „kostenlos“. Wer 2026 ein Depot vergleichen will, verbringt schnell einen ganzen Abend damit, Zahlen aus PDFs zusammenzusuchen, die sich am Ende trotzdem nicht sauber nebeneinanderlegen lassen.
Genau das nehmen wir dir hier ab. Dieser Broker-Vergleich 2026 stellt Trade Republic, Scalable Capital, ING, DKB und comdirect neutral nebeneinander – erst als Gesamtübersicht, dann Kriterium für Kriterium. Kosten, ETF-Auswahl, Sparplan-Konditionen, App, Service, Sicherheit und Extras.
Was du hier nicht findest: eine Testsieger-Kür. Dieser Artikel ist bewusst als Nachschlagewerk gebaut, damit du selbst entscheiden kannst.
Fünf Kriterien entscheiden bei einem ETF Broker Vergleich 2026 praktisch alles. Kosten – was zahlst du für Depot, Sparplan und Orders? Auswahl – bekommst du die ETFs, die du willst? Bedienung – kommst du mit der App klar? Service – erreichst du im Problemfall jemanden? Sicherheit – ist dein Geld geschützt? Genau in dieser Reihenfolge gehen wir sie durch. Die schwierigste Aufgabe dabei überlassen wir dir, weil sie niemand für dich lösen kann: die Gewichtung. Für einen Sparplan-Anleger ist der Service fast egal, für jemanden mit Respekt vor Technik ist er das wichtigste Kriterium überhaupt.
Dann bist du hier eine Ebene zu tief. Welchen Broker wir für welchen Anlegertyp konkret empfehlen – inklusive klarer Favoriten – steht in unserem Testsieger-Artikel Welches Depot lohnt sich 2026? Dieser Artikel hier liefert die neutrale Datengrundlage dazu.
Die große Übersicht: 5 Broker auf einen Blick
Starten wir mit der Gesamtübersicht. Alle Angaben beziehen sich auf Privatanleger und auf die Standardkonditionen der Anbieter – ohne Aktionen, ohne Sonderkonditionen. Die einzelnen Zeilen erklären wir danach ausführlich.
| Kriterium | Trade Republic | Scalable Capital | ING | DKB | comdirect |
|---|---|---|---|---|---|
| Depot eröffnen | Zum Anbieter → | Zum Anbieter → | Zum Anbieter → | Zum Anbieter → | Zum Anbieter → |
| Depotgebühr | Kostenlos | Kostenlos | Kostenlos | Kostenlos | 3 Jahre frei, dann Bedingungen |
| ETF-Sparplan | 0 € | 0 € | 0 € | 0 € | 1,5 % · Top-Preis-ETFs 0 € |
| Sparplan ab | 1 € | 1 € | 1 € | 25 € | 25 € |
| ETF-Sparpläne (Anzahl) | ~2.000 | ~2.500 | ~1.000 | ~800 | ~1.500 |
| Einzelorder | 1 € | 0,99 € (Free) | 4,90 € + 0,25 % | nach Preisverzeichnis | rund 10 € |
| Zinsen aufs Cash | 3,75 % | je nach Tarif | 1,5 % | 0 % | 0 % |
| Kundenservice | Chat & E-Mail | Chat & E-Mail | Telefon & Chat | Telefon & Chat | Telefon & Chat |
| Girokonto | Nein | Nein | Ja, kostenlos | Ja, kostenlos | Ja |
| Krypto handelbar | Ja | Ja | Nein | Nein | Nein |
Stand: Mai/Juni 2026 nach offiziellen Anbieter-Konditionen. Zinssätze auf Guthaben ändern sich laufend und sind eine Momentaufnahme – prüfe sie vor der Eröffnung tagesaktuell. Maßgeblich ist immer das Preis- und Leistungsverzeichnis des jeweiligen Anbieters.
Wir haben aktuell nur für comdirect und DKB Partnerverträge – nur diese beiden Buttons sind Affiliate-Links. Trade Republic, Scalable Capital und ING stehen trotzdem in dieser Tabelle, weil sie hingehören. Die Bewertung in den Zeilen unterscheidet nicht zwischen bezahlt und unbezahlt, und du siehst weiter unten, dass wir Trade Republic und Scalable in mehreren Kategorien vorn sehen.
1. Kosten im Vergleich: Depot, Sparplan, Order
Kosten sind das einzige Kriterium, das du vorher exakt kennst – Rendite kennst du nie. Deshalb lohnt es sich, hier genau hinzuschauen. Wichtig ist die Unterscheidung zwischen drei Gebührenarten, die oft in einen Topf geworfen werden.
| Broker | Depotführung | Sparplan-Ausführung | Manuelle Einzelorder |
|---|---|---|---|
| Trade Republic | 0 € | 0 € | 1 € pauschal |
| Scalable Capital | 0 € (Free Broker) | 0 € | 0,99 € · mit Prime+ ab 250 € Volumen frei |
| ING | 0 € | 0 € | 4,90 € + 0,25 % vom Kurswert (max. 69,90 €), zzgl. Handelsplatzgebühr |
| DKB | 0 € | 0 € | nach Preisverzeichnis (Grundentgelt + Volumenanteil) |
| comdirect | 3 Jahre frei, danach an Aktivität geknüpft | 1,5 % (mind. 1,50 €) · Top-Preis-ETFs 0 € | rund 10 € je nach Handelsplatz |
Angaben nach offiziellen Konditionen, Stand Mai/Juni 2026. Prozentuale Gebühren hängen vom Ordervolumen und Handelsplatz ab.
Die entscheidende Erkenntnis aus dieser Tabelle: Wenn du ausschließlich einen ETF-Sparplan laufen lässt, zahlst du bei vier von fünf Anbietern exakt dasselbe – nämlich nichts. Der Kostenvergleich entscheidet sich fast vollständig an einer Frage: Kaufst du zwischendurch manuell?
Ein Beispiel: Bei zwölf manuellen Käufen à 1.000 € im Jahr zahlst du bei Trade Republic 12 €, bei Scalable im Free-Tarif rund 12 € – bei der ING 7,40 € pro Order im Direkthandel, also rund 89 €, und bei comdirect grob 120 €. Wer nie manuell kauft, für den ist dieser ganze Absatz irrelevant. Beispielwerte, keine Garantie.
Eine dritte Kostenebene taucht in keiner Broker-Tabelle auf, obwohl sie alle fünf betrifft: die laufenden Kosten des ETFs selbst (die TER, bei Welt-ETFs rund 0,20 % pro Jahr) und der Spread – die Differenz zwischen An- und Verkaufskurs am jeweiligen Handelsplatz. Beides zahlst du unabhängig vom Anbieter. Der Spread fällt außerhalb der Haupthandelszeiten spürbar breiter aus, weshalb Käufe zwischen 9 und 17:30 Uhr in der Regel günstiger laufen als spätabends. Diese beiden Posten sind für Sparplan-Anleger auf Dauer relevanter als die Frage, ob eine Order 0,99 € oder 1 € kostet.
2. ETF-Auswahl im Vergleich
Bei der Anzahl sparplanfähiger ETFs führen die Neobroker: Scalable Capital liegt bei rund 2.500, Trade Republic bei rund 2.000. comdirect kommt auf etwa 1.500, ING auf rund 1.000 und die DKB auf rund 800.
Und jetzt die ehrliche Einordnung dazu, die in Vergleichstabellen fast immer fehlt: Diese Zahl ist für die meisten Einsteiger fast bedeutungslos. Wenn du einen Welt-ETF auf den MSCI World oder den FTSE All-World besparen willst, findest du den bei allen fünf Anbietern. Der Unterschied zwischen 800 und 2.500 Sparplänen ist erst relevant, wenn du gezielt Nischen suchst – Branchen-ETFs, Schwellenländer-Segmente oder eine bestimmte Fondsgesellschaft.
Wo comdirect dafür punktet: Als Vollbank bietet es neben ETFs auch aktive Fonds, Anleihen, Zertifikate und Derivate. Wer irgendwann über den Welt-ETF hinauswill, hat dort den breitesten Zugang – bezahlt das aber mit einer komplexeren Gebührenstruktur.
Praktisch relevanter als die reine Anzahl ist eine andere Frage: Sind die großen Anbieter vertreten? Die Standard-Welt-ETFs von iShares, Vanguard, Xtrackers, Amundi und SPDR findest du bei allen fünf – sowohl in der thesaurierenden als auch in der ausschüttenden Variante. Wenn du dich also erst noch entscheiden willst, ob thesaurierend oder ausschüttend besser zu dir passt, schränkt dich diese Entscheidung bei keinem der Anbieter in der Broker-Wahl ein.
3. Sparplan-Konditionen im Vergleich
Hier trennt sich das Feld deutlicher als bei den Kosten – und zwar bei der Mindestrate. Trade Republic, Scalable Capital und ING starten ab 1 € pro Ausführung. DKB und comdirect verlangen mindestens 25 €.
Für wen das zählt: Wenn du mit 25 € oder mehr im Monat startest, spielt der Unterschied keine Rolle. Relevant wird er in zwei Fällen – wenn du mit einer sehr kleinen Rate anfangen willst, um das Ganze erstmal zu testen, oder wenn du deine Sparrate auf mehrere parallele Mini-Sparpläne aufteilen möchtest. Bei einer 1-€-Mindestrate kannst du 50 € auf fünf ETFs verteilen, bei 25 € nicht.
Bei den Ausführungsterminen sind alle fünf flexibel genug: Du wählst einen oder mehrere Termine im Monat, kannst pausieren, erhöhen und jederzeit kündigen – ohne Gebühren. Das ist erfreulicherweise Marktstandard und kein Unterscheidungsmerkmal. Wie das praktisch abläuft, steht in unserer Anleitung Depot eröffnen – Schritt für Schritt.
4. App & Bedienung im Vergleich
Bei der Bedienung verlaufen die Linien anders als bei den Kosten – und hier wird es zwangsläufig subjektiver. Grob lassen sich die fünf in zwei Lager teilen.
Die App-first-Anbieter (Trade Republic, Scalable Capital) sind für das Smartphone gebaut. Wenige Menüs, klare Wege, Sparplan in wenigen Schritten eingerichtet. Trade Republic ist dabei der minimalistischste Anbieter im Feld, Scalable bietet mehr Funktionen und dadurch etwas mehr Komplexität. Der Preis dieser Schlankheit: weniger Analyse-Werkzeuge und weniger Tiefe für alle, die viel recherchieren wollen.
Die Banken (ING, DKB, comdirect) bieten App und vollwertiges Web-Banking mit Watchlists, Charts, Wertpapierinformationen und teils Musterdepots. Funktional ist das mehr – in den App-Store-Bewertungen zeigt sich aber ein wiederkehrendes Muster: Optik und Bedienlogik wirken weniger modern und aufgeräumt als bei den Neobrokern. Wer gern am Desktop arbeitet, wird das anders gewichten als jemand, der alles am Handy erledigt.
Ein Detail, das im Alltag mehr ausmacht als das Design: wie schnell du an die Dinge kommst, die du wirklich brauchst. Wie viele Schritte bis zum Sparplan-Termin? Findest du deine Steuerbescheinigung und die Jahresübersicht ohne Suchen? Lässt sich die Sparrate in unter einer Minute ändern? Das sind die Handgriffe, die du über Jahre wiederholst – nicht das Chart-Modul, das in den Werbebildern zu sehen ist.
App-Qualität ist Geschmackssache – lass dich hier von keinem Sterne-Rating überzeugen, auch nicht von unserem. Fast alle Anbieter haben eine Demo oder zumindest ausführliche Screenshots im App-Store. Fünf Minuten selbst durchklicken sagen dir mehr als jeder fremde Test.
5. Kundenservice im Vergleich: Telefon oder Chat?
Das ist der klarste Trennstrich im ganzen Vergleich – und er verläuft exakt zwischen Neobrokern und Banken.
ING, DKB und comdirect haben telefonischen Kundenservice. Wenn etwas schiefläuft – eine Order hängt, ein Depotübertrag stockt, eine Steuerbescheinigung fehlt – erreichst du einen Menschen. Trade Republic und Scalable Capital arbeiten mit Chat- und E-Mail-Support ohne Telefon-Hotline.
Wie stark du das gewichtest, hängt von deinem Typ ab. Für einen laufenden Welt-ETF-Sparplan hast du realistisch selten Anlass, den Support zu kontaktieren. Wenn dir die Vorstellung, im Problemfall nur schriftlich durchzukommen, aber unangenehm ist, dann ist das ein legitimes K.-o.-Kriterium – und du solltest die höheren Ordergebühren der Banken als Preis dafür einkalkulieren. Diese Abwägung haben wir im direkten Duell ING vs. Trade Republic ausführlich durchgespielt.
6. Sicherheit & Regulierung im Vergleich
Der kürzeste Abschnitt in diesem Vergleich – weil es hier faktisch keinen Unterschied gibt.
Alle fünf Anbieter unterliegen der deutschen beziehungsweise europäischen Finanzaufsicht. Deine Wertpapiere sind bei allen Sondervermögen: Sie gehören rechtlich dir und werden bei einer Insolvenz des Anbieters auf ein anderes Institut übertragen, nicht dem Vermögen der Bank zugerechnet. Cash auf dem Verrechnungskonto ist über die Einlagensicherung bis 100.000 € pro Person geschützt.
Ein Punkt, der bei allen fünf gleich läuft und trotzdem einen echten Praxisvorteil darstellt: Es sind deutsche Anbieter. Das heißt, die Abgeltungssteuer auf Gewinne und Ausschüttungen wird automatisch einbehalten und ans Finanzamt abgeführt, Verluste werden im Verlusttopf verrechnet, und mit einem Freistellungsauftrag stellst du deinen Sparerpauschbetrag von 1.000 € pro Person frei. Du musst dazu in der Steuererklärung nichts angeben – ein spürbarer Komfortvorteil gegenüber ausländischen Brokern, bei denen du die Versteuerung selbst erledigen musst.
Was bleibt, ist ein gefühlter Unterschied: Eine Bank mit Jahrzehnten Geschichte wirkt auf viele solider als ein junges Fintech. Das ist nachvollziehbar, aber rechtlich nicht der Punkt. Wer trotzdem lieber bei einer etablierten Adresse liegt, zahlt dafür an anderer Stelle – nicht bei der Sicherheit.
Nicht der Anbieter entscheidet über dein Risiko, sondern was du kaufst. Ein breit gestreuter Welt-ETF bei der DKB ist risikoärmer als eine einzelne Aktie bei comdirect. Die Broker-Wahl ist bei diesem Thema eine Nebenfrage.
7. Extras im Vergleich: Krypto, Girokonto, Zinsen
Jenseits des Kerngeschäfts unterscheiden sich die Anbieter deutlich – und diese Extras entscheiden bei vielen am Ende die Wahl.
- Zinsen aufs Verrechnungskonto: Trade Republic verzinst unveranlagtes Guthaben mit 3,75 %, Scalable je nach Tarif, ING mit 1,5 %. DKB und comdirect zahlen auf dem Verrechnungskonto keine Zinsen. Achtung: Diese Sätze ändern sich laufend und sind kein verlässliches Auswahlkriterium für die nächsten zehn Jahre.
- Girokonto aus einer Hand: ING, DKB und comdirect bieten Girokonto und Depot in einem Login. Trade Republic und Scalable sind reine Broker. Wer sein Bankgeschäft bündeln will, hat hier eine klare Vorauswahl.
- Krypto: Trade Republic und Scalable Capital bieten Kryptowerte direkt in der App an. Bei ING, DKB und comdirect ist das nicht Teil des Angebots. Ob du das brauchst, ist eine andere Frage – für den Vermögensaufbau mit ETFs ist es keine.
- Robo-Advisor: comdirect bietet mit cominvest eine digitale Vermögensverwaltung an, Scalable Capital ebenfalls. Beides kostet eine zusätzliche jährliche Gebühr und ist deutlich teurer als ein selbst gebauter Sparplan.
- Depotübertrag und Wechselprämien: Ein bestehendes Depot lässt sich zu jedem der fünf Anbieter übertragen – die ETFs wandern dabei 1:1, ohne Verkauf und ohne Steuerfolgen. Anbieter werben zeitweise mit Wechselprämien. Eine einmalige Prämie ist aber ein schwaches Argument gegenüber Konditionen, mit denen du zehn Jahre lebst.
Welcher Broker-Typ passt zu welchem Anleger?
Statt fünf Anbieter einzeln abzuwägen, hilft ein Schritt zurück. Im Kern stehen in diesem Depot-Vergleich 2026 drei Modelle zur Auswahl – und die Entscheidung fällt meist schon auf dieser Ebene.
Typ 1 · Neobroker
Trade Republic, Scalable Capital
Schlanke App, sehr günstige Orders, Sparpläne ab 1 €, oft Zinsen aufs Guthaben. Dafür kein Telefon-Support, kein Girokonto und weniger Analysetiefe. Passt zu allen, die mobil arbeiten, kostenbewusst sind und Support selten brauchen. Die beiden gegeneinander haben wir in Trade Republic vs. Scalable Capital aufgedröselt.
Typ 2 · Direktbank
ING, DKB
Der Mittelweg: kostenloses Depot, kostenlose ETF-Sparpläne, dazu Girokonto und echter Telefon-Service. Teurer wird es bei manuellen Einzelkäufen, und die DKB verlangt 25 € Mindestrate. Passt zu allen, die ihr Bankgeschäft bündeln und im Zweifel jemanden anrufen wollen. Der direkte Vergleich mit einem Neobroker steht in DKB vs. Scalable Capital.
Typ 3 · Vollbank
comdirect
Das größte Angebot im Feld: alle Anlageklassen, Telefon-Service, Girokonto, Tagesgeld und Robo-Advisor aus einer Hand. Der Preis dafür sind die höchsten Ordergebühren im Vergleich und eine Depotführung, die nach drei Jahren an Bedingungen hängt. Passt zu Anlegern, die über den Welt-ETF hinauswollen und Breite höher gewichten als den letzten Euro Gebühr.
Von den fünf verglichenen Anbietern kannst du zwei direkt über uns eröffnen – comdirect und DKB. Das ist keine Rangfolge, sondern nur der Stand unserer Partnerverträge:
comdirect · Vollbank
Breitestes Angebot, Telefon-Service, Girokonto und Robo-Advisor aus einer Hand.
* Affiliate-Link (Werbung) – ohne Mehrkosten für dich. Kapitalanlagen bergen Risiken.
DKB · Direktbank
Kostenloses Depot ohne Bedingungen, kostenlose ETF-Sparpläne ab 25 €, Telefon-Service.
* Affiliate-Link (Werbung) – ohne Mehrkosten für dich. Kapitalanlagen bergen Risiken.
Fazit: Es gibt nicht DEN besten Broker
Wenn du diesen Broker-Vergleich 2026 von oben nach unten gelesen hast, ist dir wahrscheinlich schon aufgefallen: Bei den Kriterien, die für einen einfachen ETF-Sparplan wirklich zählen, liegen vier von fünf Anbietern praktisch gleichauf. Kostenloses Depot, kostenlose Sparplan-Ausführung, dieselben ETFs, dieselbe Sicherheit.
Die Unterschiede entstehen erst bei deinen Randbedingungen: Kaufst du manuell zwischendurch? Willst du telefonisch jemanden erreichen? Brauchst du ein Girokonto dazu? Startest du mit weniger als 25 € im Monat? Beantworte diese vier Fragen, und die Liste schrumpft von selbst auf ein oder zwei Kandidaten.
Und wenn dich das Vergleichen ehrlich gesagt nur aufhält: Der teuerste Fehler in diesem ganzen Artikel ist nicht der falsche Broker. Es ist das Jahr, das du mit Vergleichen verbringst, statt anzufangen. Ein Depotwechsel ist später jederzeit möglich – meist kostenlos und ohne Steuerfolgen.
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Broker-Quiz startenHäufige Fragen zum Depot-Vergleich
Welcher Broker ist der günstigste 2026?
Für reine ETF-Sparplan-Anleger nehmen sich Trade Republic, Scalable Capital, ING und DKB kaum etwas: Alle vier führen das Depot kostenlos und führen ETF-Sparpläne ohne Gebühr aus. Der Unterschied entsteht bei manuellen Einzelkäufen – dort ist Trade Republic mit 1 € pro Order am günstigsten, während ING und comdirect deutlich mehr verlangen. Günstigster Broker heißt also immer: günstigster Broker für dein konkretes Verhalten.
Worauf muss ich beim Depot-Vergleich achten?
Auf fünf Punkte: laufende Kosten (Depotgebühr, Sparplan- und Ordergebühren), Auswahl (wie viele ETFs sind sparplanfähig), Bedienung (kommst du mit der App zurecht), Service (Telefon oder nur Chat) und Sicherheit (BaFin-Regulierung, Einlagensicherung). Wichtig ist die Reihenfolge: Gewichte die Kriterien danach, wie du wirklich anlegst – nicht danach, was im Marketing am lautesten steht.
Kann ich mehrere Depots gleichzeitig haben?
Ja, du kannst beliebig viele Depots bei verschiedenen Anbietern führen – das ist völlig legal und weit verbreitet. Viele Anleger kombinieren zum Beispiel einen günstigen Neobroker für Sparpläne mit einer Direktbank fürs Girokonto. Beachte nur: Deinen Sparerpauschbetrag von 1.000 € pro Jahr musst du dann per Freistellungsauftrag auf die Depots aufteilen.
Sind Neobroker genauso sicher wie eine Bank?
In Bezug auf deine Wertpapiere ja. ETFs und Aktien im Depot sind Sondervermögen – sie gehören rechtlich dir und werden im Insolvenzfall auf ein anderes Institut übertragen. Cash auf dem Verrechnungskonto ist über die Einlagensicherung bis 100.000 € pro Person geschützt. Der Unterschied zwischen Neobroker und etablierter Bank liegt nicht bei der Sicherheit, sondern beim Service und beim Produktangebot.
Wie viele ETF-Sparpläne brauche ich wirklich?
Für die meisten Einsteiger reicht ein einziger breit gestreuter Welt-ETF. Die Zahl der angebotenen Sparpläne – ob 800 oder 2.500 – ist deshalb ein deutlich schwächeres Auswahlkriterium, als sie in Vergleichstabellen wirkt. Relevant wird sie erst, wenn du gezielt Nischen-ETFs oder eine bestimmte Fondsgesellschaft besparen willst.
Was kostet ein Depot im Jahr?
Bei Trade Republic, Scalable Capital, ING und DKB ist die reine Depotführung kostenlos. Bei comdirect ist sie in den ersten drei Jahren frei und danach an Aktivitätsbedingungen wie einen laufenden Sparplan geknüpft. Die eigentlichen Kosten entstehen also nicht durch die Depotführung, sondern durch Orders, Sparplanausführungen und die laufenden Kosten der ETFs selbst.
Depot-Vergleich oder Broker-Quiz – was hilft mir schneller?
Wenn du die Anbieter selbst gegeneinander abwägen willst, ist diese Übersicht der richtige Startpunkt. Wenn du lieber ein paar Fragen beantwortest und einen passenden Vorschlag bekommst, geht das über unser Broker-Quiz deutlich schneller. Beides führt zum selben Ziel – der Weg ist Geschmackssache.
