Schnell-Vergleich: Comdirect vs Trade Republic auf einen Blick
Du hast nur zwei Minuten? Hier stehen beide direkt gegenüber. Die Details und die Einordnung – wann welche Zeile für dich überhaupt zählt – kommen darunter.
| Kriterium | NeobrokerTrade Republic | Etablierte Bankcomdirect |
|---|---|---|
| Depot eröffnen | Zum Anbieter → | Zum Anbieter → |
| Depotgebühr | Kostenlos | 3 Jahre frei, dann Bedingungen |
| Sparplan-Gebühr | 0 € | 0 € auf Top-Preis-ETFs, sonst Gebühr |
| Sparplan ab | 1 € | 1 € |
| Anzahl ETF-Sparpläne | über 2.500 | ~1.500 |
| Manuelle Order | 1 € pauschal | rund 10 € |
| Zinsen aufs Cash | bis 50.000 €, EZB-gekoppelt | 0 % |
| App-Qualität | ⭐⭐⭐⭐⭐ (sehr schlank) | ⭐⭐⭐ (funktional, klassisch) |
| Kundenservice | Chat / E-Mail | Telefon + Chat |
| Girokonto möglich | Nein | Ja |
Stand 2026 nach offiziellen Anbieter-Konditionen. comdirect: Depotführung nach drei Jahren kostenlos bei laufendem Sparplan, mindestens einem Trade pro Quartal oder regelmäßigem Geldeingang. Trade-Republic-Zinssatz ist an den EZB-Leitzins gekoppelt und ändert sich laufend. Maßgeblich ist immer das aktuelle Preis- und Leistungsverzeichnis.
Die Kurzfassung
Geht es dir um niedrigste Kosten, eine schlanke App und Extras wie Saveback oder Krypto, ist Trade Republic vorn. Willst du Girokonto und Depot bei einer etablierten Bank bündeln, ein sehr breites Wertpapierangebot nutzen oder im Zweifel jemanden anrufen können, spricht vieles für comdirect. Beide sind solide – es kommt auf deinen Typ an.
Trade Republic im Detail: der moderne Neobroker
Trade Republic wurde 2015 in Berlin gegründet und ist heute mit über 8 Millionen Kunden in 17 europäischen Ländern der größte Neobroker des Kontinents. Seit 2023 ist das Unternehmen eine eigene BaFin-regulierte Vollbank – davor lief das Geschäft über die Solaris SE. Das Konzept: keine Filialen, keine Beratung, dafür eine App und eine Preisliste, die auf einen Bierdeckel passt.
Sparpläne sind kostenlos und schon ab 1 € möglich – auf über 2.500 ETFs und über 1.500 Aktien, wahlweise wöchentlich, zweiwöchentlich, monatlich oder quartalsweise. Eine manuelle Order kostet 1 € Fremdkostenpauschale, egal wie groß sie ist. Dazu kommen Extras, die eine klassische Bank so nicht bietet: Krypto in derselben App, Zinsen auf bis zu 50.000 € Cash und Saveback – 1 % deiner Kartenzahlungen fließen automatisch in einen ETF, maximal 15 € im Monat.
Stärken
- Depot und Sparpläne komplett kostenlos
- Manuelle Order pauschal 1 € – unabhängig vom Volumen
- Sparpläne ab 1 € auf über 2.500 ETFs
- Sehr schlanke, schnelle App
- Saveback: 1 % der Kartenzahlungen fließt in einen ETF
- Krypto und Zinsen aufs Cash in derselben App
Schwächen
- Kein Telefon-Support – nur Chat und E-Mail
- Kaum Recherche-Tools, eingeschränkte Charts
- Kein Girokonto, kein Tagesgeldkonto
- Handel fast ausschließlich über LS Exchange
- Web-Version funktional schwächer als die App
Die ausführliche Einordnung inklusive der Frage, was Saveback im Alltag wirklich bringt, steht in unseren Trade Republic Erfahrungen.
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Kostenloses Depot, Sparpläne ab 1 €, Eröffnung komplett per Smartphone in rund 10 Minuten.
Zum AnbieterComdirect im Detail: die etablierte Bank
comdirect wurde 1994 gegründet und war einer der ersten Online-Broker Deutschlands. Seit 2020 ist das Unternehmen vollständig in die Commerzbank integriert und wird als deren Marke weitergeführt. Hinter dem schlanken Online-Auftritt steht damit eine der größten und am stärksten regulierten Banken des Landes – keine Fintech-Bude, die morgen verkauft wird.
Die Stärke liegt in der Breite. Aktien, ETFs, Fonds, Anleihen, Zertifikate und Derivate, Zugang zu allen relevanten deutschen Börsen und außerbörslichen Handelspartnern, dazu Watchlists, Charts mit Indikatoren, ein Musterdepot zum Üben und Analysten-Einschätzungen. Und es hört nicht beim Depot auf: Girokonto, Tagesgeld und die digitale Vermögensverwaltung cominvest laufen im selben Login.
Der Preis dafür steht im Preisverzeichnis. Die Depotführung ist in den ersten drei Jahren kostenlos; danach bleibt sie frei, solange du regelmäßig aktiv bist – etwa mit einem laufenden Sparplan, mindestens einem Trade pro Quartal oder einem regelmäßigen Geldeingang. Eine typische Einzelorder landet bei rund 10 €. Sparplan-Ausführungen auf ausgewählte Top-Preis-ETFs sind dauerhaft kostenlos, für alle anderen fällt eine Sparplangebühr an.
Stärken
- Marke der Commerzbank – etabliert seit 1994
- Sehr breites Angebot: auch Fonds, Anleihen, Derivate
- Echter Telefon-Service, nicht nur Chat
- Girokonto, Tagesgeld und Depot in einem Login
- Kostenlose Sparpläne auf Top-Preis-ETFs
- Robo-Advisor cominvest als Option verfügbar
Schwächen
- Einzelorder mit rund 10 € deutlich teurer als 1 €
- Depotführung nach drei Jahren an Bedingungen geknüpft
- Keine Zinsen aufs Verrechnungskonto
- App optisch weniger modern als bei Neobrokern
- Kein Krypto-Angebot
Alle Konditionen im Detail findest du in unserem ausführlichen comdirect Erfahrungsbericht.
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Etablierte Commerzbank-Tochter, riesiges Wertpapierangebot, Telefon-Service und Girokonto kombinierbar.
* Affiliate-Link (Werbung) – ohne Mehrkosten für dich. Kapitalanlagen bergen Risiken.
Kosten: Wer ist günstiger?
Das ist der Punkt, an dem der Vergleich Comdirect oder Trade Republic am eindeutigsten ausgeht – aber nur, wenn man die richtige Frage stellt. Sie lautet nicht „wer ist billiger?“, sondern „wie handelst du?“
Szenario A: Nur Welt-ETF-Sparplan
- Trade Republic: 0 € pro Ausführung
- comdirect: 0 € auf Top-Preis-ETFs
- → Praktisch unentschieden, solange dein ETF auf der Aktionsliste steht.
Szenario B: 12 Einzelkäufe im Jahr
- Trade Republic: 12 × 1 € = 12 €
- comdirect: 12 × ~10 € = rund 120 €
- → Rund 108 € Unterschied pro Jahr. Beispielrechnung, keine Garantie.
Der Kostenvorteil von Trade Republic ist real, trifft aber vor allem manuelle Käufer. Wer seit Jahren denselben Welt-ETF bespart und sonst nichts anfasst, spürt zwischen den beiden fast keinen Unterschied – der wichtigste Kostenblock ist dann ohnehin die laufende Gebühr des ETFs selbst, nicht die des Brokers.
Ein Detail, das in Vergleichen oft untergeht: Bei comdirect hängt die Sparplan-Gebühr davon ab, welchen ETF du besparst. Steht er auf der Top-Preis-Liste, kostet die Ausführung nichts. Steht er nicht drauf, fällt eine Sparplangebühr an – und die trifft dich dann jeden Monat, nicht einmalig. Die Liste wird regelmäßig angepasst, ein heute kostenloser ETF kann also später gebührenpflichtig werden. Bei Trade Republic entfällt diese Unterscheidung komplett: Dort sind alle Sparpläne kostenlos, unabhängig vom ETF. Wenn du einen bestimmten ETF im Kopf hast, lohnt vor der Depotwahl ein Blick in die aktuelle comdirect-Aktionsliste.
Die Bedingung, die man leicht überliest
„0 € Depotführung“ stimmt bei comdirect – aber nicht bedingungslos. Nach den ersten drei Jahren musst du aktiv bleiben: laufender Sparplan, mindestens ein Trade pro Quartal oder regelmäßiger Geldeingang. Für Sparplan-Anleger ist das automatisch erfüllt. Wer sein Depot nur ruhen lassen will, sollte hier genau ins Preisverzeichnis schauen.
ETF-Auswahl: Trade Republic hat mehr Sparpläne
Bei den sparplanfähigen ETFs liegt Trade Republic mit über 2.500 vorn, comdirect kommt auf rund 1.500. Für Einsteiger ist dieser Unterschied allerdings weniger dramatisch, als die Zahlen wirken: Die Klassiker – MSCI World, FTSE All-World, S&P 500 – findest du bei beiden, in thesaurierender wie ausschüttender Variante.
Interessanter ist, was jenseits von ETFs passiert. Hier dreht sich das Bild: comdirect bietet als Vollbank auch aktive Fonds, Anleihen, Zertifikate und Derivate. Wer irgendwann über den Welt-ETF hinauswill, hat dort den deutlich breiteren Zugang. Trade Republic deckt dafür Krypto ab, was comdirect nicht anbietet. Es ist also kein „mehr ist besser“, sondern die Frage, welche Breite du überhaupt brauchst.
Bedienung: schlanke App gegen vollwertiges Web-Banking
Die Trade-Republic-App gilt als eine der aufgeräumtesten am deutschen Markt. Wenige Menüs, ruhiges Design, keine blinkende Werbung. ETF suchen, Sparplan anlegen, Betrag festlegen – in zwei Minuten erledigt. Der Preis dieser Schlankheit: kaum Recherche-Tools, eingeschränkte Charts und eine Web-Version, die der App funktional hinterherhinkt.
comdirect geht den umgekehrten Weg. Neben der App gibt es ein vollwertiges Web-Banking mit Charts, Watchlists, Wertpapierinformationen und einem Musterdepot zum Üben ohne echtes Geld. Funktional ist das deutlich mehr – in den App-Store-Bewertungen zeigt sich aber ein wiederkehrendes Muster: Optik und Bedienlogik wirken weniger modern als bei den Neobrokern. Wer vom Smartphone kommt, braucht ein paar Klicks mehr.
Auch beim Einstieg zeigt sich der Unterschied. Bei Trade Republic läuft die Eröffnung komplett per Smartphone und dauert realistisch 10 bis 15 Minuten; das Depot ist meist innerhalb von 24 Stunden freigeschaltet. Bei comdirect läuft der Antrag ebenfalls online, inklusive Video- oder PostIdent – bis das Depot nutzbar ist, vergehen aber in der Regel einige Werktage. Bereithalten solltest du in beiden Fällen Personalausweis, Steuer-ID und eine Bankverbindung. Wenn du bei comdirect parallel ein Girokonto eröffnest, hast du danach alles in einem Login.
UX-Fazit in einem Satz
Willst du einen Sparplan schnell einrichten und dann in Ruhe lassen, ist Trade Republic angenehmer. Willst du am Desktop recherchieren, vergleichen und tiefer einsteigen, gibt dir comdirect mehr Werkzeug in die Hand.
Service: comdirect am Telefon, Trade Republic im Chat
Das ist der klarste Trennstrich zwischen beiden. comdirect bietet als etablierte Bank echten telefonischen Kundenservice – wenn eine Order hängt, ein Depotübertrag stockt oder eine Steuerbescheinigung fehlt, erreichst du einen Menschen. Trade Republic hat keine Hotline; Anfragen laufen über In-App-Chat und E-Mail, Antworten kommen meist innerhalb von 24 bis 48 Stunden.
Wie schwer das wiegt, hängt von dir ab. Für einen laufenden Welt-ETF-Sparplan hast du realistisch selten Anlass, den Support zu kontaktieren – in dem Fall ist der Punkt fast theoretisch. Wenn dir die Vorstellung, im Problemfall nur schriftlich durchzukommen, aber unangenehm ist, dann ist das ein legitimes K.-o.-Kriterium. Dann solltest du die höheren Ordergebühren bei comdirect schlicht als Preis für die Erreichbarkeit verbuchen.
Extras: Saveback und Krypto gegen Vollbank und Robo-Advisor
Jenseits des Kerngeschäfts ziehen beide in völlig unterschiedliche Richtungen – und für viele entscheidet genau das am Ende die Wahl.
Trade Republic setzt auf Extras rund um den Alltag: die kostenlose Karte mit Saveback (1 % deiner Kartenzahlungen, maximal 15 € pro Monat, fließt automatisch in einen ETF), Zinsen auf bis zu 50.000 € Cash und Krypto in derselben App. Die physische Karte kostet einmalig 5 €, die digitale ist gratis. Der ehrliche Haken bei Saveback: Es bringt nur etwas, wenn du ohnehin viel mit Karte zahlst.
comdirect spielt seine Stärke als Vollbank aus: Girokonto, Tagesgeld und Depot unter einem Login, Steuer läuft automatisch, und mit cominvest gibt es eine digitale Vermögensverwaltung für alle, die nicht selbst auswählen wollen. Die kostet eine zusätzliche jährliche Gebühr und ist deutlich teurer als ein selbst gebauter Sparplan – warum das so ist und für wen es sich trotzdem lohnt, haben wir in unserer cominvest-Analyse durchgerechnet.
Sicherheit: beide BaFin-reguliert
Kurze Antwort: Bei beiden ist dein Geld gut geschützt. Trade Republic ist seit 2023 eine eigene BaFin-regulierte Vollbank. comdirect ist Marke der Commerzbank und damit Teil eines DAX-Konzerns. In beiden Fällen sind deine Wertpapiere Sondervermögen – sie gehören rechtlich dir und werden bei einer Insolvenz auf ein anderes Institut übertragen.
Cash auf dem Verrechnungskonto ist bei beiden über die gesetzliche Einlagensicherung bis 100.000 € pro Person gedeckt. Bei comdirect greift darüber hinaus der freiwillige Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken mit deutlich höheren Grenzen – relevant wird das aber erst bei sehr großen Cash-Beständen. Beide führen als deutsche Anbieter die Abgeltungssteuer automatisch ab; in der Steuererklärung musst du dazu nichts angeben.
Für wen ist welcher Broker besser?
Wenn du bis hierher gelesen hast, ahnst du die Antwort schon. Trotzdem einmal ausformuliert:
Trade Republic passt, wenn du…
- die niedrigsten laufenden Kosten willst
- alles am Smartphone erledigst und eine schlanke App schätzt
- mit kleinen Beträgen ab 1 € starten oder mehrere Mini-Sparpläne fahren willst
- viel mit Karte zahlst und Saveback mitnehmen möchtest
- dich für Krypto neben ETFs interessierst
Comdirect passt, wenn du…
- eine etablierte Bank statt eines Fintechs willst
- im Problemfall telefonisch jemanden erreichen möchtest
- Girokonto, Tagesgeld und Depot in einem Login bündeln willst
- mehr als ETFs handelst – Fonds, Anleihen, Zertifikate, Derivate
- die Option auf einen Robo-Advisor offenhalten möchtest
Du bist unsicher, welcher Typ du bist? Unser Broker-Quiz stellt dir ein paar Fragen und macht daraus einen Vorschlag. Und wenn du beide gegen das restliche Feld halten willst, findest du alle fünf großen Anbieter nebeneinander im Depot-Vergleich 2026.
Fazit: zwei Philosophien, kein Verlierer
Trade Republic vs Comdirect ist kein Duell zwischen gut und schlecht, sondern zwischen zwei Antworten auf dieselbe Frage. Trade Republic sagt: Reduziere alles auf das Nötigste, dann wird es günstig und einfach. comdirect sagt: Biete alles an, dann findet jeder, was er braucht. Beide Antworten sind legitim – sie passen nur zu unterschiedlichen Menschen.
Wenn du einen Welt-ETF-Sparplan laufen lassen willst und sonst nichts, ist Trade Republic günstiger und schneller eingerichtet. Wenn du dein Bankgeschäft bündeln, breiter anlegen oder im Zweifel anrufen willst, ist comdirect das rundere Paket – und die höheren Ordergebühren sind dann ein bewusst gezahlter Preis, kein Fehler.
Und wie immer gilt: Du legst dich nicht für die Ewigkeit fest. Ein Depotübertrag ist in beide Richtungen kostenlos und steuerlich neutral. Viele Anleger nutzen am Ende ohnehin beides – den Neobroker für den Sparplan, die Bank fürs Konto.
Unser Fazit in einem Satz
Kostenoptimierer und App-Menschen fahren mit Trade Republic besser, wer Bank-Komfort, Telefon-Service und ein breites Angebot will, ist bei comdirect richtig – und wer beides schätzt, kombiniert einfach.
Depot eröffnen – in wenigen Minuten
Komplett digital per VideoIdent. Kein Papierkram, jederzeit wieder kündbar.
* Affiliate-Link (Werbung) – ohne Mehrkosten für dich. Kapitalanlagen bergen Risiken.
Wir haben derzeit nur für comdirect einen Partnervertrag – die Einschätzung oben ist davon unabhängig.
Welchen Broker wir für welchen Anlegertyp insgesamt empfehlen – über diese beiden hinaus – steht in unserem Testsieger-Artikel zum besten Depot 2026.
